POETISCHE LANDSCHAFT
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Brigitte Labs-Ehlert

POETISCHE LANDSCHAFT - EINE NEUE VERKNÜPFUNG VON LANDSCHAFT, LITERATUR UND BAUKUNST

Die Poetische Landschaft entsteht in Ostwestfalen, der Kreis Höxter bemüht sich um die Realisierung dieser Idee. Die Poetische Landschaft ist eine neue Art der Landschaftsgestaltung und Landschaftsentwicklung, denn sie bringt zwei Künste - Literatur und Architektur - zusammen, die bislang getrennt auf Landschaft und Orte reagiert und eingewirkt haben. Gedichte, Kunst, haben unsere Anschauung von Landschaften geprägt. Mit der Landschaft kam die Dichtung zu Bildern, mit der Dichtung die Landschaft zu Worten. Sicherlich gibt es keinen zweiten Ort, an dem mit Gedichten über die Wahrnehmung der Landschaft hinaus diese tatsächlich gestaltet wird. Die Poetische Landschaft wird kein abgeschlossener Park sein, sondern sie arbeitet mit dem vorhandenen Bestand. Aus der Begegnung mit diesem Landstrich schreiben 13 Schriftsteller Gedichte, die als Unikat an den Orten, von denen sie angeregt wurden, verbleiben und nur dort zu lesen sein werden. Für die zur Teilnahme eingeladenen Schriftsteller ist Landschaft ein Archiv der Erinnerung und der Sprache. Gedichte schreiben neben Cees Nooteboom die international geehrte dänische Dichterin Inger Christensen, der zuletzt mit dem Peter-Huchel-Preis ausgezeichnete Thomas Kling oder die österreichische Avantgardistin Friederike Mayröcker und Peter Waterhouse, Amanda Aizpuriete, Gennadij Ajgi, Yves Bonnefoy, Michael Donhauser, Katarina Frostenson, Michael Hamburger und Yoko Tawada sowie Andrea Zanzotto.

Der Architekt Peter Zumthor errichtet an den von der Schriftstellern ausgewählten Orten Bauwerke, in denen die Gedichte in idealer Weise zu lesen sein werden. Die Häuser für die Gedichte der Poetischen Landschaft werden klar geschnittene, geometrische Baukörper von hoher Künstlichkeit sein, fein ornamentierte Volumen aus Licht und Schatten, jedes von eigener Farbe und Form, monochrom leuchtend, gebaut aus besonderen Steinen.

Die von den Schriftstellern für die Installation ihrer Texte bestimmten und vom Architekten gestalteten Orte eröffnen eine sprachästhetische Naturreflexion auf der Höhe der Zeit.

Zur Poetischen Landschaft gehören zwei Solitäre: das ‹Haus der Gedichte›, das - entworfen nach dem Vorbild des Palladio-Theaters in Vicenza - einen idealen Akustikraum für Lesungen und Musik verspricht, und die ‹Bibliothek der Landschaft›, im Bestand erlesen und bescheiden, ein Ort zum Verweilen und Lesen, zum Sprechen und Zuhören.

Die Bausumme der von Peter Zumthor entworfenen Häuser für die Poetische Landschaft liegt bei 17 Millionen DM, wovon ein Teil über Sponsoren finanziert werden soll.


Kurator: Brigitte Labs-Ehlert
Architekt: Peter Zumthor

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